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Willie Nelson live

Willie Nelson.
Foto: Gabi Piehler

24. JUNI 2010
 

Die Open Air Saison 2010 auf dem Stuttgarter Killesberg ist eröffnet. Und gleich zu Beginn mutierte das idyllische gelegene Gelände zum Mekka für Countryfans. Kein Wunder, denn 2 200 Menschen verfolgten am Samstagabend nur ein Ziel: ihrem Idol, der Countrylegende Willie Nelson so nah wie möglich zu sein. Viele von ihnen erschienen traditionell im Cowboyoutfit und bekundeten so ihre große Symphathie für den wohl berühmtesten noch lebenden Vertreter der Outlaw-Bewegung.

Und dann kam er. Direkt vom Tourbus auf die Bühne. Willie Nelson, klein, drahtig, mit einer unwahrscheinlichen Ausstrahlung, hatte bei näherem Hinschauen sich von seiner Haarpracht getrennt. Die Zöpfe, die neben seiner legendären Klampfe, der »Trigger« aus dem Jahr 1969, zum Markenzeichen des gebürtigen Texaners gehörten, sind seit drei Wochen ab.

Aber, das tat eigentlich nichts zur Sache, denn so ein Vollblutmusiker wie Nelson kann auch ohne großes Spektakel beim Publikum mühelos punkten. Die Fans jubelten, denn Nelson gab ihnen von Beginn an das Gefühl, beinahe jeden Einzelnen persönlich begrüßen zu wollen.

Und er enttäuschte sie nicht. Ohne großes Orchester und den dazu gehörigen Pomp, nur mit simpler musikalischer Handwerkskunst, die der heutigen Musikergeneration abhandengekommen ist, teilte er sich seinen Fans mit. Ob nun bei »On the road again«, dem Superhit aus dem Jahr 1979, oder dem guten, alten »Whiskey River«, aus seinem 1973 erschienen Album »Shotgun Willie« ­ die Countrygemeinde zollte dem Meister Respekt und sang »textsicher« mit. Nach knapp zwei Stunden war‘s vorbei. Jubelnde Fans und ein zufriedener Willie verschwand so leise, wie er gekommen war.

Gabi Piehler

24.06.2010 - aktualisiert: 24.06.2010 09:41 Uhr

 






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